Astra-nomischer Familienzuwachs in Rüsselsheim
Diätwochen in Rüsselsheim: Der Astra hat abgespeckt. Bis zu 200 Kilo ist der komplett neu entwickelte Kompaktwagen von Opel leichter geworden. An welchen Stellen sich die Diät bemerkbar macht? Der neue Opel Astra ist außen noch kompakter und innen trotzdem geräumiger geworden. Was noch zu sagen ist? Mutiges, emotionales Design, Vernetzung,wie man sie sich wünscht, super-helles Matrix-Licht, sparsamere Motoren, agiles Handling und weitere Technik-Features, die bisher aus höher positionierten Modellen bekannt waren.
Doch wie gefährlich kann der Astra dem Golf nun tatsächlich werden? Am 10. Oktober wird es zu beweisen sein. Dann kommt eben jene 5. Generation des Astras (zählt man die Kadett-Ahnen mit) zu den Händlern. Und am Ende werden die Kunden mit ihrer Unterschrift unter dem Kaufvertrag entscheiden, ob der ewige Golf-Konkurrent nun entscheidend heran kommt.
Die Opel Ingenieure haben sich nicht zuletzt dem Thema Licht gewidmet. Schon in der Serienausstattung hat der Opel Astra LED-Tagfahrlicht und auch LED-Blinker an Bord. Gegen etwas Aufpreis glänzen auch die Heckleuchten in LED-Pracht.



Der gute Eindruck Eindruck setzt sich im Innenraum fort. An Materialanmutung wie auch an der Verarbeitung gibt es kaum etwas zu mäkeln. Praktische Ablagemöglichkeiten gibt es hier in Hülle und Fülle. Auffälligste Neuerung ist die Neustrukturierung der Schalter. Sie sind jetzt in drei Inseln gruppiert. Zentrales Element ist ein großer Touchscreen, mit dem sich der neue Astra intuitiv bedienen lässt. Je nach Ausstattung misst er 7 oder 8 Zoll. Neben dem Schaltknauf finden sich die Schalter die Einstellung der Fahreigenschaften. Erkennbare Mühe hat sich Opel beim Thema Konnektivität gegeben, das derzeit in aller Munde ist. In jedem Astra ist fortan „OnStar“ gegen einen Mehrpreis für 490 Euro mit an Board. Mit diesem System lässt sich im Auto über einen Wlan-Hotspot surfen. Per Knopfdruck hilft ein sogenannter Concierge-Service bei allen Lebensproblemen. Noch nützlicher ist die Kopplung von Apple- und Android-Handys. Deren App-Inhalte lassen sich auf dem Display im Armaturenbrett anzeigen.


Fazit:
Nach den Testfahrten habe ich eine Astra-ritis. Davon kann mich nicht einmal sein Preis kurieren. Mit einem Preis ab 17.260 Euro hat der neue Astra den gleichen Preis wie sein Vorgänger. Und das bei höherer Qualität und besserer Ausstattung. Was uns im Kopf bleibt, ist das agile Handling, die beeindruckende Konnektivität und das mutige Design des neuen Astra. Mit diesen Attributen wird man der über die Jahre enteilten, aber aktuell angeschlagenen Konkurrenz aus Wolfsburg näher auf die Pelle rücken können.
Jan Weizenecker
Absolvent der Volks- und Betriebswirtschaftslehre der Albert-Ludwigs Universität Freiburg. Mal in kleinerem, mal in weiterem Radius, aber immer mit der nötigen Portion Humor, berichte ich seit 2012 über die Neuerscheinungen der Automobilwelt.
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