Rimac Nevera R: Mehr Hypercar geht kaum
Zehn Autos, zehn Besitzer, ein exklusiver Kreis: Mit der Nevera R Founder’s Edition hebt Rimac das Thema Limitierung auf ein neues Niveau. Die streng auf zehn Exemplare begrenzte Serie war bereits wenige Tage nach ihrer diskreten Vorstellung ausverkauft – ein deutliches Signal, welchen Stellenwert der kroatische Hersteller inzwischen in der Welt der Hypercars einnimmt.

Doch bei der Founder’s Edition geht es nicht allein um ein Fahrzeug. Rimac verkauft vielmehr ein Erlebnis, das so nur zehn Menschen weltweit vorbehalten ist. Der Einstieg beginnt mit einer persönlichen Konfigurationssitzung auf dem Rimac Campus in Zagreb. Dort treffen die künftigen Eigentümer nicht nur auf das Designteam, sondern auch auf Unternehmensgründer Mate Rimac selbst. Mithilfe einer hochentwickelten Echtzeit-Visualisierung werden Farben, Materialien und Oberflächen individuell abgestimmt – fernab klassischer Showroom-Routinen.
Mit dem Kauf werden die Besitzer automatisch Mitglieder des exklusiven Founder’s Club. Dieser öffnet Türen, die selbst in der Welt der Supersportwagen verschlossen bleiben: bevorzugte Einladungen zu Produktpremieren, Leistungstests und Rekordfahrten, direkter Zugang zum Bugatti-Rimac-Hauptsitz sowie die Möglichkeit, an strategischen Diskussionen und Entwicklungsprojekten teilzunehmen. Viele weitere Privilegien bleiben bewusst nur den Kunden vorbehalten.

Optisch hebt sich die Founder’s Edition durch ein markantes zweifarbiges Design ab. Die Farbtrennung verläuft entlang der natürlichen Linienführung des Fahrzeugs und lässt den Nevera R flacher und aggressiver wirken. Ein ultradünner Mittelstreifen auf dem Dach – an seiner schmalsten Stelle nur zwei Millimeter breit – greift Rimac-typische Motive wie das Krawatten-Emblem und Leiterplattengrafiken auf. Im Innenraum erzählen spezielle Stickereien auf den Türverkleidungen die Geschichte des Unternehmens: von der Garagenzeit über den Concept_One bis zur Rekord-Ära des Nevera. Die asymmetrische Sitzkonfiguration ist dabei eine bewusste Referenz an Mate Rimacs eigenes Fahrzeug.




Individualisierung kennt bei der Founder’s Edition kaum Grenzen. Ob handgenähte Lederinterieurs, handgemalte Details oder eigens reproduzierte Farbtöne aus der privaten Sammlung eines Kunden – jedes der zehn Fahrzeuge trägt eine ganz persönliche Handschrift. Entsprechend aufwendig ist die Fertigung, die viele Monate in Anspruch nimmt.
Zum Abschluss folgt ein weiteres Detail, das den Anspruch der Edition unterstreicht: Jeder Besitzer erhält eine individuelle Fahrerschulung durch das Rimac-Testteam, das den Nevera und Nevera R auf zehntausenden Kilometern erprobt hat. Die persönliche Auslieferung übernimmt Mate Rimac selbst.

Technisch basiert die Founder’s Edition auf dem Nevera R, der den ursprünglichen Nevera vom Hyper-GT zum kompromisslosen Hypersportwagen weiterentwickelt. Vier Elektromotoren liefern zusammen 2.107 PS, gesteuert von einem hochpräzisen Torque-Vectoring-System. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 1,72 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 431,45 km/h. Allein 2025 stellte der Nevera R 24 offiziell verifizierte Weltrekorde auf – und wurde zudem mit dem Red Dot Award für Produktdesign ausgezeichnet.
Für Mate Rimac ist die Founder’s Edition vor allem eine Geste des Dankes. Jenen frühen Unterstützern, die an eine Idee glaubten, die lange als unrealistisch galt. Zehn von ihnen erhalten nun nicht nur eines der extremsten Elektrofahrzeuge der Welt, sondern auch einen Platz im innersten Kreis einer Marke, die die Grenzen automobiler Leistung neu definiert.
Fotos: RIMAC
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Dr. Friedbert Weizenecker
Dr. Friedbert Weizenecker - Seit mehr als 20 Jahren schreibe ich Auto-Themen für mehrere Zeitungen. Vor meiner Zeit als Auto-Journalist habe ich wirtschaftswissenschaftliche Features für ein Wirtschaftsmagazin und für Zeitungen verfasst. Als Volkswirt, Betriebswirt und Soziologe versuche ich auch ökonomische und gesellschaftliche Aspekte einfließen zu lassen. Autos sind meine Leidenschaft.
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