Hyundai i10 – Überzeugender Kleinstwagen
Vor wenigen Monaten hat Hyundai seinen Kleinstwagen i10 überarbeitet, um im umkämpften Segment der Kleinstwagen, in dem so bekannte Modelle wie Renault Twingo, Smart oder der Volkswagen up um die Gunst der Käufer buhlen, erfolgreich sein zu können.
Der in der Türkei gefertigte Koreaner möchte mit üppiger Ausstattung, aufgefrischtem Multimediasystem und – wie alle Modelle von Hyundai – mit 5 Jahren Garantie ohne Kilometerbegrenzung überzeugen. Wir haben den gefällig gezeichneten Kleinstwagen für bis zu 5 Personen, der ausschließlich mit 4 Türen angeboten wird, über 14 Tage hinweg unter die Lupe genommen.
Längst kein Billigheimer mehr
Der Grundpreis unseres i10 Testwagens liegt bei 12.410 Euro. Dazu kommen Zusatzausstattungen in Höhe von 3.440 Euro. So kostet der Testwagen in Summe 15.850 Euro. Das ist nicht wenig Geld. Dafür gibt es den i10 in der „Trend“-Linie, dazu das Audio Paket (450 Euro) mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung, DAB-Radio und Radiobedienung am Lenkrad. Zudem ein Radio-Navigationssystem (950 Euro) mit 7-Zoll-TFT, Audiostreaming Smartphone, Android Auto und Apple CarPlay.

Das Design-Paket (850 Euro) mit abgedunkelten Scheiben, LED-Tagfahrlicht, 15 Zoll Alu-Felgen und Nebelscheinwerfer. Auch dabei das Sicherheitspaket mit Frontkollisionswarner, Rückfahrwarnsystem und Spurhaltewarnsystem für 720 Euro. Der (orange) Metallic-Lack will mit 470 Euro bezahlt sein. Mit diesen Features wird der i10 zum modernen Luxus Mini. Zum Glück lassen die Hyundai-Händler beim Preis mit sich reden.5 Jahre Garantie sind wertvoll

Das Bediensystem des i10 zeigt sich klar strukturiert, daher ist es mit wenigen Schalter mühelos zu bedienen. Das gilt auch für das intuitive Navi. Der Innenraum des Kleinstwagens erinnert immer wieder an Volkswagen. Das ist beileibe keine Schande. Die Schalter wirken hochwertig. Das Innenraumdesign zeigt sich schnörkellos und klar gezeichnet. Überraschend wohl haben ich mich auf den Sitzen des i10 gefühlt, sie sind bequem und geben trotzdem guten Halt. In der zweiten Sitzreihe geht es klassentypisch eng zu, für die kurze Strecke oder mit Kindern passt das aber. Der Gepäckraum des i10 lässt sich durch umklappen der Rückbank (40:60) bequem erweitern, allerdings entsteht so keine ebene Ladefläche.

3 Zylinder-Maschine reicht aus
Der Kleine lässt sich mit seinem 67 PS Dreizylinder Benziner (95 Nm) ausreichend dynamisch bewegen. Während der Testfahrten hat sich ein Verbrauch von 5,5 Litern je 100 Kilometer eingestellt (kombinierter Normwert 4,6 Liter je 100 km). Die 5-Gang-Hand-Schaltung huscht wie von selbst durch die Gassen. Das Fahrwerk des i10 wurde von den Ingenieuren gutmütig ausgelegt, es macht Spaß, mit dem Kleinwagen unterwegs zu sein. Sein Terrain ist selbstredend die Stadt und die Landstraße, wo er mit seiner wuseligen äußeren Kleinheit bei gutem Raumangebot überzeugt. Ich habe keine erwähnenswerten Schwächen finden können.
Technische Daten
Kia Picanto 1.0
Fünftüriger, fünfsitziger Kleinwagen,
Länge/Breite/Höhe/Radstand in Metern: 3,60/1,60/1,49/2,40;
Leergewicht 935 kg;
zul. Gesamtgewicht: 1 400 kg;
Kofferraumvolumen: 255 bis 1 010 Liter;
Wendekreis: 9,40 Meter;
Tankinhalt: 35 Liter;
Preis: ab 9.990 Euro
Motor: Dreizylinder-Saugbenziner;
Hubraum: 998 ccm;
Leistung: 49 kW/67 PS bei 5 500/min;
max. Drehmoment: 96 Nm bei 3 500/min;
Höchstgeschwindigkeit: 161 km/h;
0 bis 100 km/h: 14,3 s;
Normverbrauch: 4,2 l/100 km (ohne Start-Stopp: 4,4 l);
CO2-Ausstoß: 97 g/km (ohne Start-Stopp: 101 g/km);
Fünfgang-Schaltgetriebe, Frontantrieb
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