Sema 2019: Pick-ups für Abenteurer und Nostalgiker
Die Sema in Las Vegas ist die wichtigste Leistungsshow der amerikanische Tuningbranche. Fiat Chrysler zeigt dort zwei Studien für Abenteuer- und Nostalgiefreunde. Wenn in der kommenden Woche die Sema in Las Vegas (5. – 18. November) startet, dreht sich auf dem Messegelände der Spielermetropole in der Wüste Nevadas alles um Geschwindigkeit, Leistung und die Möglichkeiten, diese Eigenschaften besonders effektvoll in Szene zu setzen.
Hinter dem vermeintlich harmlosen Titel „Speciality Equipment Market Association“ (Sema) verbirgt sich die wahrscheinlich größte Tuningmesse der Welt – und für grüne Themen ist hier einfach kein Platz. Bis zum Jahr 1973 trat die Messe noch unter dem ehrlicheren Namen „Speed Equipment Manufacturing Association“ auf, doch schon damals galt „Speed“ nicht unbedingt als politisch korrekt, und daher verabschiedeten sich die Verantwortlichen von „Speed“ und setzen seitdem auf „Spezialitäten“ ohne allerdings den Charakter der Messe zu ändern.
In diesem Jahr präsentiert Fiat Chrysler zwei sehr spezielle Pick-up-Konzepte, die von der Tuning-Abteilung Mopar aufgebaut wurden. Der Ram 1500 Rebel OTG (Off The Grid) zielt auf Zeitgenossen, die neue Ziele abseits der befestigten Straßen suchen. „Im Gegensatz zu den traditionellen Allradlern ist beim OTG die Reise an sich das Ziel. Dabei geht es um Entdecken und weniger darum, Hindernisse zu überwinden“, erklärt Joe Dehner, Chef vom Ram Trucks und Mopar-Design. „Deshalb haben wir dieses Konzept entwickelt mit dem wir auch abgelegenste Gegenden erreichen können.“
Als Basis nutzt das OTG-Konzept den neuen Pick-up Ram 1500, der von einem Dreiliter-V6-Eco-Diesel angetrieben wird. Ausgerüstet mit einem rund 120 Liter fassenden Tank ist das Freizeit-Gefährt für lange Fahrten ausgelegt. Und wenn das Gelände einmal zu anspruchsvoll werden sollte, hilft die Mopar-Seilwinde beim Weiterkommen. Über der Ladefläche montierten die Mopar-Entwickler ein Zelt und Bett, das über eine Leiter erreicht werden kann. Darunter befindet sich eine Kücheneinheit einschließlich Kühlschrank und Wasserversorgung. Die Stromversorgung wiederum übernehmen Solarpaneele.

Während das Konzept für Freizeit und Abenteuer durchaus seriennah erscheint, zeigt das Mopar Lowliner Concept, wie sich ein klassischer Pick-up zu einem aufregenden Hingucker verwandeln lässt. In den USA hat sich in den vergangenen Jahren ein Trend entwickelt, betagten Pick-ups mit modernen Accessoires ein zweites Leben zu schenken, und deshalb präsentiert Mopar in Las Vegas, was sich aus einem 1968er Dodge-Pick-up alles machen lässt. Das Ergebnis nennt sich mit vollem Namen „Candied Delmonico Red and Dairy Cream Mopar Lowliner Concept“ und steht im Mittelpunkt des Mopar-Stands. Um den Lowrider-Effekt zu erreichen, verlängerten die Techniker den Radstand und verringerten gleichzeitig die Bodenfreiheit.
Die Vorderachse wurde um 7,5 Zentimeter nach vorne verlegt, um mehr Länge zu erzeugen. Die Frontpartie lässt sich vollständig anheben, um den 5,9 Liter Cummings-Diesel in Szene zu setzen. Die Kraftübertragung übernimmt ein manuelles Sechsganggetriebe. Über eine Luftfederung kann der Fahrer drei Höheneinstellungen von ganz niedrig bis ganz hoch wählen. Im Heck wurden die Kotflügel um jeweils zwölf Zentimeter ausgestellt und in der Front bringen LED-Scheinwerfer Licht in die Dunkelheit. Im Innenraum bleib allein das Lenkrad vom Original erhalten. Alle anderen Teile wurden von den Mopar-Kreativen neugestaltet. ampnet
Fotos: Mopar/FCA
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