Der BMW X5 eDrive – Benzinmotor und Elektromotor in kongenialer Verbindung
Es gibt Märkte auf dieser Welt, die mögen Dieselantriebe nicht. Wer trotzdem ein großes SUV fahren, dynamisch unterwegs sein und dabei nicht als Umweltschwein betrachtet werden möchte, für den kann die Kombination eines Benzinverbrenners mit einem Elektromotor die Lösung sein; ein Plug-in-Hybrid.
Das weiß natürlich auch BMW und so ist es nur konsequent, den X5 mit der sogenannten eDrive-Variante auch für diese Zielgruppen attraktiv zu machen. Ab Oktober soll es ihn zu Preisen ab 68.400 Euro auch beim deutschen BMW Händler geben. Dieser mächtige Geländewagen lässt sich dann maximal 30 Kilometer rein elektrisch bewegen. Spätestens bei Tempo 120 springt ihm dann der Verbrenner bei.
Gut so, denn ab circa 80 Stundenkilometern macht die Beschleunigung dieses X5 mit dem E-Motor allein keinen Spaß mehr. Aber für diese Tempozonen ist er eigentlich nicht gedacht. Der rein elektrische Antrieb soll seinen Nutzern vor allem in der Stadt Vorteile bringen. Vom Start weg schießt der große Wagen dynamisch los. Das ist elektrisch geschöpfte Freude am Fahren. Und weil die meisten von uns am Tag nicht mehr als 30 Kilometer zurücklegen, wäre es denkbar, diesen X5 als rein als Elektrowagen zu nutzen. Theoretisch zumindest. Noch größere Bedeutung könnte der Elektroantrieb erlangen, wenn in den Metropolen dieser Welt die ersten Zonen eingerichtet werden, in denen keine Verbrennungsmotoren in Automobilen mehr genutzt werden dürfen.


Nun aber zu den Daten: Der BMW X5 eDrive 40e wird mit einer Systemleistung von 230 kW (313 PS) und mächtigen 450 Newtonmeter Drehmoment angegeben. Als gemischten Normverbrauch gibt BMW nur 3,3 Liter auf 100 Kilometer an, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 77 Gramm je Kilometer. Ein 2.0 Liter-Vierzylinder-Turbobenziner trägt 180 kW (245 PS) bei. Der E-Motor 83 kW bzw. 113 PS. Aus dem Stand beschleunigt der X5 eDrive in nur 6,8 Sekunden auf Tempo 100. Seine Höchstgeschwindigkeit wird mit 210 Stundenkilometern angegeben.

Frei wählen welche Antriebsart gewünscht ist
Neben den 3 gewohnten Fahrmodus-Einstellungen findet der Fahrer auf der Mittelkonsole des X5 eDrive eine Taste für den Hybrid-Modus. In der Einstellung „Auto eDrive“ wird der Verbrennungsmotor vom Elektro-Antrieb unterstützt. In Stufe „Max eDrive“ ist der X5 bis maximal Tempo 120 rein elektrisch unterwegs. Im Modus „Save“ werden die Lithium-Ionen-Akkus auf ihrem Ladezustand gehalten oder aufgeladen. Auf unseren Testfahrten funktionierte das Zusammenspiel der Hybridkomponenten tadellos. Man spürt nichts von der aufwändigen Technik.
Im Display lässt sich aber ablesen, welcher Modus eingestellt ist und wie stark das Akku genutzt wird.

Der X5 eDrive kann an der Steckdose in rund vier Stunden aufladen werden. An öffentlichen Stationen oder mit einer speziellen „Wallbox“ (in der eigenen Garage) soll der Ladevorgang nur drei Stunden in Anspruch nehmen. Beide Werte sind im Vergleich zu einem klassischen Tankvorgang extrem lang, aber man ist ja nicht auf den Strom angewiesen.
Kunde zahlt für die Leistung
Die Strategen der Münchner betonen, dass ein BMW an der Leistung orientiert kosten soll. Und weil der X5 eDrive schon das Navigationssystem Professional, das Fahrwerkspaket mit Luftfederung und dynamischen Dämpfern sowie eine Standheizung/Standkühlung an Bord hat, sei er auf dem gleichen Preisniveau wie ein X5d (ab 66.000 Euro), der die gleiche Leistung bereit stellt, bei dem diese drei Optionen aber extra bezahlt werden müssen. Ob der Elektroantrieb indes umweltfreundlicher ist, als die klassischen Verbrenner hängt nicht zuletzt davon ab, ob der zum Antrieb verwendete Strom aus regenerativen Quellen stammt. Elektromobilität schlechthin als umweltverträglich(er) zu bezeichnen, wie auch in Fachmagazinen oft zu lesen ist, scheint daher fragwürdig.
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