Der neue Astra Sports Tourer – Bezahlbarer Familienfreund
Am Anfang war ein weißes Blatt Papier, betont Thomas Neumann. Damit will der Opel-Vorstandsvorsitzende zum Ausdruck bringen, dass der neue Astra Sports Tourer, wie Opel seine Caravans seit geraumer Zeit nennt, von Grund auf neu entwickelt worden sei.
Die Opel-Strategen zeigen sich überzeugt, dass man damit ein attraktives Preis-/Leistungsangebot macht. Besonders stolz ist man bei Opel auf die geringen Betriebskosten des Sports Tourers, die die günstigsten im Segment sein sollen und gibt die Typklassen für die Haftpflichtversicherung, wie auch für die Teilkasko mit 19 an. In der Vollkasko wird der Familien-Astra mit 21 eingestuft. Für geringe Betriebskosten sorgen nicht zuletzt die Motoren, die allesamt neu entwickelt wurden und mit günstigen Verbrauchswerten überzeugen. Wer viel fährt oder sich an besonders geringen Verbrauchswerten erfreut, für den sollte der 1,6 Liter Diesel mit seiner Leistung von 110 PS die Wahl sein. Er wird im Astra Sports Tourer mit einem kombinierten Normverbrauchswert von 4,1 Litern angegeben. Auf unseren Testfahrten in der Region um das frühlingshaft warme Porto haben wir bei einem üblichen Mix aus City, Landstraße und Autobahn einen Durchschnittsverbrauch von 4,8 Litern erzielt.

Das geringere Gewicht des Astra Sports Tourers wirkt sich positiv auf sein Fahrverhalten aus. Souverän und sicher liegt dieser Astra in allen üblichen Fahrsituationen auf dem Asphalt. Gegenüber dem normalen Astra habe ich keinen Unterschied empfunden. Der 1,6 Liter Diesel unseres Testwagens schiebt den 1.350 Kilo wiegenden Familienfreund mit seinen 110 PS leichtfüßig vorwärts. 350 Newtonmeter stehen schon ab einer Drehzahl von 1.550 U/Min zur Verfügung. Zwei Turbolader sorgen hier für die Kraft der 2 Herzen. Selbst in Überholsituationen auf Autobahnen hat man nicht das Gefühl, untermotorisiert unterwegs zu sein. Die 6-Gang-Handschaltung schiebt die Gänge ausgesprochen Leicht in die Gassen. Eine Wandler-Getriebeautomatik ist gegen Aufpreis zu haben.
Gegen Aufpreis gibt es für den Astra Sports Tourer eine automatisch öffnende und schließende Heckklappe. Die mit einer Fußbewegung unter dem Heck ausgelöst wird, falls die Person den Fahrzeugschlüssel bei sich trägt. Eine praktische Sache, nachdem man den Trick ein wenig geübt hat. So muss man die Getränkekiste nach dem Einkauf nicht abstellen, bevor man sie in den riesigen Gepäckraum schiebt. Dort stehen bis zu 1.630 Liter (plus 80 Liter gegenüber dem Vorgänger) für alles was mit muss, zur Verfügung. Bei aufrechter Rückbank, die, ebenfalls gegen Aufpreis, 40:20:40 teilbar ist, stehen noch immer 540 Liter Raum für das Gepäck bereit. Apropos umklappen. Mit dem optionalen „Flex fold“-System können die Rücksitze (auch geteilt) vom Heck aus mühelos umgeklappt werden. Auch das erleichtert die Beladung des Sports Tourers auf der auch nach dem Umklappen komplett ebenen maximalen Ladefläche. Ebenfalls gegen Mehrpreis gibt es rückenfreundliche Sitze nicht allein mit Sitzheizung.
Neben 18 verschiedenen Einstellmöglichkeiten kann sich der geplagte Fahrer auch von seinem Sitz massieren und die Sitzfläche kühlen lassen. Und auch an die Mitfahrer auf den Rücksitzen hat Opel gedacht. Auch ihre Sitze lassen sich beheizen.
Fazit
Der neue Opel Astra Sports Tourer dürfte ein weiterer Schritt von Opel zurück in die Erfolgsspur werden. Sein Blechkleid ist, wie schon bei der Astra Limousine gelungen, es polarisiert nicht und bleibt so für möglichst viele Kunden kaufbar. Auf der praktischen Seite hat der kompakte Familienfreund zugelegt und dabei sein Preis-/Leistungsverhältnis nicht negativ verändert. Aber machen Sie sich doch ihr eigens Bild, wenn der Astra Sports Tourer ab dem 9. April bei den Händlern zu sehen ist.
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