Die US-Polizei geht elektrisch auf Ganovenjagd
In den kommenden fünf Jahren will Ford weltweit mehr als umgerechnet vier Milliarden Euro in die Entwicklung elektrisch angetriebener Autos investieren. Als jüngstes Beispiel betrat das Unternehmen kürzlich Neuland. In New York und Los Angeles stellte es als erster Autoproduzent der USA ein volltaugliches Polizeiauto mit Hybrid-Antrieb auf Basis des Ford Fusion. Schon jetzt fahren zwei Drittel aller US-Polizisten dienstlich Ford.
Zwar traten in einigen Gegenden der USA schon vorher Cops mit Hybridautos in Erscheinung, doch wurden die nur zur Überwachung von Parkverbotszonen oder anderen untergeordneten Aufgaben eingesetzt. Um als Polizeiauto in den Vereinigten Staaten das sogenannte „persuit rating“ zu bekommen, eine offizielles Einstufung zur Eignung als Verfolgungsfahrzeug, muss der Wagen strenge Tests bestehen, denn ihn erwartet ein hartes Dasein. Er ist rund um die Uhr im Einsatz, wird selten schonend behandelt und muss oft abenteuerliche Manöver überstehen. Dazu gehört, das Spitzentempo auch über längere Distanzen aufrecht zu erhalten, Hindernisse wie Bahnschienen mit rund 50 km/h problemlos zu überqueren, einen knappen halben Meter Wasser durch zu waten und vieles mehr, was zum alltäglichen Einsatz der Ordnungshüter gehört – egal, ob sie in Chicago oder einem Nest an der mexikanischen Grenze ihren Dienst versehen. Schließlich sollten auch die Unterhaltskosten angesichts chronisch knapper Kommunalkassen im Rahmen bleiben.

Der Akku ist so stark dimensioniert, dass er genug Energie liefert um rein elektrisch bis zu knapp 100 km/h schnell zu sein oder im Stand ohne Leerlauf des Benzinmotors alleine Klimaanlage und Funkgeräte versorgen zu können. Laut Ford kommt der neue Streifenwagen im Gegensatz zum konventionellen Ford Police Interceptor, der über 13 Liter Sprit auf 100 Kilometer schluckt, mit 6,1 Litern Super auf der gleichen Distanz aus. Alleine dadurch, dass er im Stand keinen Leerlauf mehr hat, verringern sich seine Treibstoffkosten bei derzeitigen Preisen um knapp 4000 Dollar (ca. 3664 Euro) pro Jahr im Vergleich zum älteren Modell mit seinem 3,7 Liter großem V6-Motor.

Ähnliche Beiträge
19. August 2019
Der neue Nissan Juke steht in den Startlöchern
Seit etwa neun Jahren steht der "Juke" im Hause Nissan für Crossover. An dem Fahrzeug scheiden sich seit jeher die…
7. Juni 2019
Neuer Land Rover Defender schon vor der Weltpremiere im Einsatz
Auch wenn die Weltpremiere erst noch stattfinden wird – der neue Land Rover Defender ist bereits im Einsatz. Im Rahmen…
7. Dezember 2023
Was sich 2024 für Autofahrer ändert
2024 gibt es wieder einige Neuerungen, die Autofahrer beachten müssen. Der Automobilclub von Deutschland (AvD)…
6. Februar 2024
Jeep Renegade (2024): Ausschließlich als Plug-in- und e-Hybride verfügbar
Jeep Renegade bietet mehr Infotainment Für das Modelljahr 2024 erhält der Jeep Renegade eine Auffrischung. Im…
21. April 2020
Toyota legt den LC neu auf
Toyota legt den LC neu auf. Mit umfangreichen Änderungen soll das Coupe modernisiert werden. So wurden die…






