F-Pace – Endlich ein SUV von Jaguar
Nun ist auch Jaguar der naheliegenden Versuchung erlegen, einen SUV zu bauen. Eigentlich hätte dieser Weg schon früher beschritten werden können oder sogar müssen. Denn Porsche hat mit der Einführung des Cayenne vor inzwischen 14 Jahren längst die Blaupause geliefert, wie gut ein Geländewagen zu einem Sportwagenbauer passt und wie erfolgreich man damit sein kann. Porsche wäre ohne Cayenne und Macan heute kaum noch denkbar.




Uns hat der 3.0 Liter 6-Zylinder-Selbstzünder im F-Pace am besten gefallen, denn er verbindet diesel-typische Power schon von unteren Drehzahlen heraus mit günstigen Verbrauchswerten. Jaguar gibt für ihn einen kombinierten Normverbrauchswert von glatten 6 Litern an. Auf unseren nicht auf Verbrauchsoptimierung hin ausgelegten Testfahrten in Österreich hat sich ein Verbrauch 9,5 Litern ergeben. Das dürfte ein realistischer Alltagswert sein, der bei betont zurückhaltender Fahrweise unterboten werden kann. In 6,2 Sekunden erreicht der F-Pace mit dieser Motorisierung Tempo 100. Schluss ist erst knapp oberhalb von 240 Stundenkilometern.
Selbstredend darf ein Jaguar kein Schnäppchen sein. Ab 42.390 Euro ist der F-Pace mit der kleinsten Motorisierung (180 PS Diesel) zu haben. Wer den wunderbaren 6-Zylinder-Diesel (ab 57.690 Euro) mit den Annehmlichkeiten kombiniert, die Jaguar in der Aufpreisliste anbietet, kommt gut und gerne auf eine Summe von über 70.000 Euro. Da schluckt der geneigte Käufer schwer und erkennt, der Weg zum Porsche Händler würde kaum teurer. Aber wo steht geschrieben, dass ein Jaguar billiger sein muss, als ein Auto aus Zuffenhausen? Apropos Preis: Das obere Ende markiert aktuell der 380 PS F-Pace „First Edition“, für die laut Preisliste 84.350 Euro über den Tisch des Hauses gehen müssen.
Wenn man den F-Pace sieht, dann fragt man sich, warum nicht schon früher? Das Design des ersten Jaguar SUVs erscheint aus einem Guss. Keine Schnörkel stören den Blick. Schlicht uns stark steht er da. Im Motorenprogramm sollte jeder seine Maschine finden. Wenn nun noch einige Details im Innenraum auf Jaguar Niveau gehoben werden, sollte einem ähnlichen Erfolg wie im Haus Porsche nichts im Weg stehen.
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