Range Rover mit Plug-in-Hybrid-Antrieb
Auch Land Rover kommt aufgrund der gesetzlichen Vorgaben zum CO2-Ausstoß nicht umhin, seine Autos zu elektrifizieren. Ab 2020 sollen alle Baureihen der englischen Traditionsmarke elektrifiziert sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass es dann nur noch reine E-Modelle von Land Rover geben wird. Auch Mild-Hybride, klassische Hybride und auch Plug-in-Hybride fallen – neben den E-Autos – unter diesen Begriff.

Halbierter Satz bei der Besteuerung als Dienstwagen
Auf dem Weg zu diesem Ziel hat Land Rover im Modelljahr 2019 nun seinen Luxusliner Range Rover mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb versehen. Der Range Rover P400e möchte das Beste aus zwei Antriebswelten vereinen. Dazu kombinieren die Engländer ihren bis zu 300 PS leistenden 2.0-Liter-4-Zylinder-Turbo-Benziner mit einem Elektromotor. Zusammen erzeugen die beiden Triebwerke eine Systemleistung von 297 kW (404 PS), die in gewohnter Manier permanent an alle vier Räder übertragen wird.



Damit beschleunigt der Range Rover aus dem Stand in 6,8 auf Tempo 100. Seine Höchstgeschwindigkeit erreicht das mächtige SUV bei 220 Stundenkilometern. Im kombinierten Messzyklus werden 74 Gramm CO2 je Kilometer ausgestoßen. Dieser Wert – und damit auch der Verbrauch (kombinierter Normwert: 3,3 Liter je 100 km) – ist jedoch theoretisch, denn in der Praxis hängt der CO2 Ausstoß selbstredend davon ab, wie groß der Anteil der E-bzw. der Verbrenner-Nutzung ist. Der E-Antrieb zieht seine benötigte Energie aus einer 13-kWh-Lithium-Ionen-Batterie. 23 Kilowattstunden je 100 Kilometer verbraucht der Range im E-Modus.
Durch eine intelligente Steuerung des Hybrid-Antriebs kann zudem die beim Bremsen entstehende Energie zurückgewonnen und gespeichert werden. Benzin-und Elektromotor können auf zwei verschiedene Arten genutzt werden: im Parallel-Hybrid-Modus (Standardeinstellung) oder im reinen Elektromodus. Dieser steht übrigens auch im Gelände zur Verfügung. Sobald der Fahrer den Range stärker fordert, schaltet sich automatisch der 4-Zylinder-Verbrenner zu.

Dieser ist mit seiner Leistung von 300 PS zwar kraftvoll, klingt aber wie ein 4-Zylinder nun mal klingt. Akustisch kommt das wenig Freude auf. In einem so großen und mächtigen SUV erwarte ich einen kräftigeren Sound. Aber vielleicht lebe ich da einfach noch in der 6- und 8-Zylinder-Vergangenheit.
Sound begeistert nicht
Rein elektrisch kann der Range Rover bis zu 48 Kilometer weit fahren. Um das zu schaffen, muss der Fahrer jedoch einen zurückhaltenden Gasfuß sein eigen nennen und Verbraucher wie Lüftung, Klimaanlage oder Sitzheizung weitegehend ungenutzt lassen.

137 Stundenkilometer kann der Range Rover im E-Modus erreichen. An einer 13,1 kW Ladesäule kann das Akku in 2,45 Stunden komplett aufgeladen werden.
Ein lukratives Argument für den Hybridantrieb liefert der Gesetzgeber. Wird der Range Rover P400e als auch privat eingesetzter Dienstwagen genutzt, muss seine Eigner seit dem 1. Januar 2019 nämlich nur noch 0,5 statt 1,0 Prozent des Bruttolistenpreises als sogenannter geldwerter Vorteil versteuern. Voraussetzung dafür ist, dass die elektrische Reichweite des Fahrzeugs mindestens 40 Kilometer (im neuen WLTP-Zyklus) erreicht.
404 PS Systemleistung
Ansonsten ist und bleibt der Range Rover was er auch mit reinen Verbrenner-Antrieben schon immer war: Ein großes, edles, luxuriöses SUV mit viel Platz, Raum und souveräner Übersicht. Das alles will in Kombination mit den modernen Antrieben selbstredend gut bezahlt sein. Mindestens 120.000 Euro als Kaufpreis für den Range Rover P400e sollten den geneigten Käufer nicht aus der Ruhe bringen. Zum Glück sieht dieser Preis auf eine monatliche Leasing-Rate herunter gerechnet bei weitem nicht mehr so abschreckend aus.











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