Der neue Smart Forfour – Sein Terrain ist und bleibt die City
Der Smart. Wegen seiner Praktikabilität begehrt. Vorwärts leicht in querliegende Parklücken flitzen. Rückwärts behände Manövrieren. Mit dem Roller-Gefühl durch enge Großstädte jagen. Dabei den Wow-Effekt genießen. Smart war und ist hipp.



Insgesamt gefällt der Innenraum durch seinen Lounge-Charakter und seine akzentuierte Modernität. Doch was die einen sehr schätzen mögen, ist den anderen vielleicht ein Stück zu viel des Guten. Weiße Hartplastik-Komponenten sorgen für einen coolen Look, für manche vielleicht unterkühlt. Ablagemöglichkeiten gibt’s in Hülle und Fülle, das ist genauso clever und durchdacht wie die kinderleicht umklappbaren Rücksitze. Stauraum stellt der neue Forfour von 185 bis 975 Litern zur Verfügung. Das macht ihn trotz seiner geringen Ausmaße zum kleinen Raumwunder.


Der Federungskomfort des Smart Forfour überzeugt genauso wie die ausgesprochen leichtgängige und knackige Handschaltung. Sein Wendekreis ist mit 8,65 Meter zwar etwas größer als beim kleinen Bruder (6,95 Meter) ausgefallen, aber im Wettbewerbsvergleich noch immer angenehm gering. Die größte Stärke des Smart und gleichzeitig das Terrain auf dem er sich am wohlsten fühlt, ist und bleibt die City. Hier wird der Forfour weiter in enge Parklücken passen und dabei stolzen SUV Fahrern die innere lange Nase zeigen können. Mein Tipp: Die 345 Euro teure Rückfahr-Kamera, wie ein Zyklopen-Auge im Smart Emblem versteckt und gestochen scharfe Bilder liefernd, hilft ungeliebte Parkrempler zu vermeiden.

Der Smart Forfour ist cool, stylisch und weiterhin kein Schnäppchen. Nicht allein junge Familien werden seine 4 Türen und das erstaunlich große Platzangebot (auf den Rücksitzen) zu schätzen wissen. Ob sich eingefleischte Smart-Fahrer mit dem Produkt auf Renault-Basis anfreunden wollen, bleibt indes abzuwarten. All diejenigen, die der schwäbischen Marke treu bleiben wollen, müssen mit 13.930 Euro (für die 66 kW-Variante) vergleichsweise tief in die Tasche greifen.
Jan Weizenecker
Absolvent der Volks- und Betriebswirtschaftslehre der Albert-Ludwigs Universität Freiburg. Mal in kleinerem, mal in weiterem Radius, aber immer mit der nötigen Portion Humor, berichte ich seit 2012 über die Neuerscheinungen der Automobilwelt.
Ähnliche Beiträge
14. Dezember 2017
Nissan bietet in Japan E-Carsharing an
Nissan beginnt Mitte Januar in Japan mit einem neuen Carsharing-Dienst. Die Fahrzeugflotte von „e-share mobi“ besteht…
23. August 2017
Bei Audi setzten künftig zwei Ziffern die Zeichen
Audi ändert die Leistungskennzeichnung für seine Modelle. Die Namen der Baureihen bleiben unverändert, aber die bisher…
27. November 2016
Der brandneue BMW 5er – Neuentwurf eines Limousinen-Klassikers
Auch wenn Business Limousinen in Deutschland heute nicht mehr den Stellenwert haben, den sie einst hatten, ist die 5er…
2. August 2017
Der neue Fiat 500L – Das Retro-Familien-Mobil
2017 wird der kleine Fiat 500 beeindruckende 60 Jahre alt. Grund genug, die erfolgreiche Form auch für größere Autos zu…
13. November 2016
Der neue Ford KA+
„Der ist aber groß geworden“ Mit dem Kleinstwagen Ford KA haben die Kölner seit 20 Jahren ein Modell im Angebot, das…










